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Salmonella spp

Allgemeine Merkmale

Salmonella ist der Name einer Klasse frei beweglicher Stäbchenbakterien (Ausnahmen nicht freibeweglicher Salmonella -Stämme sind S. gallinarum und S. pullorum ), die keine Sporen bilden und gramnegativ sind. Sie ist weit verbreitetet bei Tieren, besonders bei Geflügel und Schweinen. Zu den Bereichen in der Umwelt, die als Träger des Organismus dienen gehören Gewässer, Erdböden, Insekte, Fabrikoberflächen, Küchenoberflächen, Tierexkremente, rohes Fleisch, rohes Geflügel und rohe genießbare Meerestiere.


Quelle

Krankheitssymptome

S. typhi und die Paratyphusbakterie werden normalerweise über das Blut übertragen und verursachen beim Menschen Typhus oder typhusartigen Fieber. Andere Formen der Salmonellose produzieren im Allgemeinen mildere Symptome.

Akute Symptome - Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Fieber und Kopfschmerzen. Chronische Folgen - arthritische Symptome können 3- 4 Wochen nach Beginn der akuten Symptome einsetzen.

Beginn: 6- 48 Stunden.

Krankheitserregende Dosis - Nur 15- 20 Zellen. Hängt vom Alter und der Gesundheit des Betroffenen ab; Unterschiede bestehen unter den Stämmen der Klasse.

Dauer von Symptomen -- Akute Symptome können 1 bis 2 Tage oder länger andauern oder sie sind wieder abhängig von den Eigenschaften des Betroffenen, der eingenommenen Dosis und vom Bakterienstamm.

Ursache der Krankheit Übertritt der Salmonellen vom Darmlumen in das Zellgewebe des Dünndarms, in dem Entzündung ausgelöst wird. Es gibt Hinweise, dass ein Enterotoxin, möglicherweise innerhalb der Darmzellen, produziert wird.

Diagnose

Serologischer Nachweis von Stuhlkulturen.

Betroffene Nahrungsmittel

Rohes Fleisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte, Fisch, Garnelen, Froschschenkel, Hefe, Kokosnuss, Soßen und Salatsoßen, Kuchenmischungen, Creme-gefüllte Nachspeisen und Garnierungen, getrocknete Gelatine, Erdnussbutter, Kakao und Schokolade.

Verschiedene Salmonellensorten sind schon häufig an der Außenseite der Eierschalen vorgefunden worden. Die derzeitige Situation von S. Enteritidis ist durch das Vorhandensein des Organismus innerhalb des Eigelbes erschwert. Diese und weitere Informationen weisen stark auf eine vertikale Übertragungsweise hin, in der der Organismus von der infizierten Legehenne in das Eigelb ihres Eis übergeht bevor dieses gelegt wird. Andere Nahrungsmittel neben Eiern haben auch schon Ausbrüche der S. Enteritidis Krankheit ausgelöst.

Prävention

Salmonellen sind hitzeempfindlich und können durch sorgfältiges Erhitzen (über °C 70) abgetötet werden. Rohe oder unzureichend gekochte Nahrungsmittel und Querkontamination (wenn gekochtes Material in Kontakt mit rohem Erzeugnis oder kontaminiertem Materialien, wie Schneidebretter, kommt) sind die Hauptursachen von Infektion. Folglich können Salmonellen Infektionen durch korrektes Kochen und hygienischen Umgang mit Nahrungsmitteln größtenteils verhindert werden.

Komplikationen

S. typhi und S. paratyphi A, B und C lösen Typhus und typhusartigen Fieber beim Menschen aus. Verschiedene Organe können infiziert werden, was zu Läsionen führt. Die Todesrate von Typhus-Fieber ist 10%, im Vergleich zu weniger als 1% für die meisten Formen der Salmonellose. S. Dublin hat eine Sterblichkeitsrate von 15% während die Sterblichkeitsrate von Blutvergiftungen bei älteren Leuten und die von S. Enteritidis bei ca. 3.6% bei Krankenhaus-/Pflegeheimausbrüchen liegt, wobei älteren Personen besonders betroffen sind.

Eine durch Salmonellen verursachte Blutvergiftung kann praktisch zur Infektion aller Organe führen.

Es ist berichtet worden, dass Postenteritis-reaktive Arthritis und Reiter's Syndrom auch generell nach 3 Wochen auftritt. Reaktive Arthritis tritt in ungefähr 2% der nachgewiesenen Fälle auf. Septische Arthritis, folgend oder zusammentreffend mit Blutvergiftung, tritt auch auf und kann schwierig zu behandeln sein.

Risikobevölkerungen

Jede Altersklasse kann anfällig sein, jedoch sind die Symptome bei älteren Menschen, Kindern und schwachen Menschen besonders ausgeprägt. AIDS-Patienten erkranken häufiger an Salmonellose (ca. 20 Mal öfter als die allgemeine Bevölkerung) und leiden unter wiederkehrenden Symptomen.

Quellen:

The bad bug book : http://www.cfsan.fda.gov/~mow/intro.html

 

 


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